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PINNEBERG. Premiere bei "Radio Pinneberg": Am morgigen Dienstag gehen erstmals die Pauker auf Sendung. Während die Schülerradioredakteure noch ein paar Tage Ferien haben, sorgt die neu gegründete Lehrerredaktion der Johannes-Brahms-Schule (JBS) dafür, dass der angestammte Sendeplatz nicht unbesetzt bleibt. Zum Programm: Redaktionsleiter Sebastian Marcks war in Elmshorn auf dem 10. Präsentationstag des Projekts zur Förderung hoch begabter Kinder und Jugendlicher im Kreis Pinneberg unterwegs und hat Organisatoren und Experten interviewt. Deutschlehrer Till König berichtet von den Eindrücken amerikanischer Austauschschüler an der JBS. Kollege Bernd Simon bereichert die Sendung durch selbst komponierte Vertonungen von Goethes Gedichten sowie einigen Songs aus Bertold Brechts "Mutter Courage". "Radio Pinneberg" sendet ab 16 Uhr auf UKW 96,0 sowie über die Kabelfrequenz 95,45. (and)
Die 6 e der Johannes-Brahms-Schule kommt aus ihrer Klasse gestürmt - Sommerferien. Gerade haben die Schüler ihre Zeugnisse von Klassenlehrer Gerhard Glashagen bekommen. Der 54-jährige hat schon viele Jugendliche am Pinneberger Gymnasium kommen und gehen sehen. Darunter echte Berühmtheiten. Er war der Deutsch-Leistungskurs-Lehrer des Pinneberger Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Jens Petersen.
"Herr Glashagen hat mir 15 Punkte im Deutsch-Abi gegeben. Das war eine Extraportion literarisches Selbstwertgefühl", erinnert sich der Schriftsteller an seinen ehemaligen "Pauker". Auch Glashagen hat seinen prominenten Ex-Schüler nicht vergessen. "Als ich ihn jetzt auf einem Bild gesehen habe, war ich allerdings etwas überrascht, er sah damals ganz anders aus, etwas pausbäckiger, mit schulterlangem blonden Haar, dagegen wirkt er nun ziemlich brav", so Glashagen. Nachdem Petersen im Jahr 1995 mit dem Abitur in der Tasche die JBS verließ um Neurologe zu werden, verloren sich die beiden aus den Augen. Doch zehn Jahre später wurde Glashagen wieder auf seinen früheren Schützling aufmerksam. "Ich habe im Feuilleton von seinem Debütroman gelesen und sofort gedacht, da hat er ja was gemacht aus seinem Talent." Das sei laut Aussage des 54-jährigen schon damals erkennbar gewesen: "Er war ein ausgesprochen guter, extrovertierter Schüler - Rollenspiele waren sein Ding." In der Bewertung von Petersens Abiturklausur attestierte Glashagen dem heutigen Literatur-Star "hohes Abstraktionsniveau, spielerisch elegante Syntax und große gedankliche Klarheit".
Und Petersen ist nicht die einzige Berühmtheit, die Glashagen durchs Abi gebracht hat. Wenige Jahre vor ihm hatte Pinnebergs "Promi-Pauker" bereits TV-Koch Tim Mälzer unter seinen Fittichen. Und zwar im Sport-Leistungskurs. "Tim hätte beim THW Kiel spielen können, der war ein richtig guter Handballer." Doch Mälzer wählte statt des kurzlebigen Ruhmes als Profisportler die Karriere eines Sternegastronoms. Auf die Frage, ob er momentan einen Schüler mit Starpotential habe antwortet Glashagen: "Es gibt da einen Jungen, der spielt den kleinen Tarzan im Musical in Hamburg, da bin ich heute Abend eingeladen. Vielleicht wird aus dem ja mal ein großer Schauspieler."
21.07.2009 Moritz Sellhorn
Pinnebergs Schul-Chaos - jetzt reicht’s den Betroffenen. Hunderte Gymnasiasten der Brahms-Schule protestierten gestern lautstark vor dem Rathaus gegen Raumnot und Bildungsmisere. Bürgermeisterin Kristin Alheit wurde mit Trillerpfeifen aus ihrem Amtszimmer geholt. Sie stellte sich den erbosten Schülern - und warb um Verständnis für die Stadt, deren finanzielle Lage keine optimalen Lösungen erlaube. Am Donnerstagabend hatte die Ratsversammlung beschlossen, wie die Raumnot an der JBS gelindert werden soll: Für 421 600 Euro werden fünf Klassen-Container angeschafft. Auch in Jugendzentrum und Rathaus wird künftig unterrichtet.
von Andreas Daebeler 9. Mai 2009
Wird das Johannes-Brahms-Gymnasium in Pinneberg im kommenden Schuljahr für Neuzugänge gänzlich gesperrt?
Eine Ankündigung von Schulleiterin Ortrud Bruhn, sämtliche 146 Anmeldungen für die fünften Klassen abzulehnen, ist eine der Maßnahmen, mit denen die Schule auf Raumprobleme aufmerksam machen will.
Die Schülervertretung hat alle Klassen zu einer Demonstration aufgerufen. Wie zuletzt vor fünf Jahren wollen die Gymnasiasten ihr Recht auf Bildung öffentlich einfordern.
"Die Kapazitäten reichen nicht aus, um auch nur einen Schüler in die fünfte Klasse aufzunehmen", hat Bruhn in einem Brief an Pinnebergs Politiker geschrieben. Das Schulgesetz, so erläutert sie, gebe ihr unter diesen Voraussetzungen das Recht, in Zusammenarbeit mit Schulaufsicht und -träger Schülerströme umzuleiten. Die Schulaufsicht bestimmt in einem solchen Fall eine andere Schule, die für die Aufnahme zuständig ist.
Starke Worte fand auch Schülersprecher Lennart Feix. "Wir leiden unter dem, was in den letzten 20 Jahren hier nicht geschehen ist", sagt er und spielt damit auf lange verschobene Anbauten am Gymnasium an. Als Extremsituationen der letzten Jahre nannte er Sportunterricht in der Aula und eine Auslagerung von Gymnasialklassen ins Jugendzentrum. "Bis jetzt haben wir uns zurückgehalten. Aber wenn es nur drei Container gibt, wo 40 Räume fehlen, dann kommt Protest auf", kündigte er an. "Von unseren 1200 Schülern dürfen 400 bereits wählen - das kann der Politik nicht egal sein", vermutete Feix.
Pinnebergs Bürgermeisterin Kristin Alheit beschwichtigte: "Das wichtigste ist, dass es eine für alle vertretbare Lösung gibt. Wenn alle daran mitwirken, bin ich sicher, dass uns dies gelingen und wir weiter alle Schülerinnen und Schüler in Pinneberg unterrichten können."
Mit ihrer Gegenwehr wollen Schüler und Schulleitung Druck auf die Pinneberger Politiker ausüben, der Schule eine annehmbare Übergangslösung zu spendieren. Das Thema ist Bestandteil der Tagesordnung der Ratsversammlung morgen, 7. Mai, Beginn 18.30 im Ratssaal. Der Vorschlag der Verwaltung, drei Container zusätzlich zu bereits bestehenden Behelfsklassen anzuschaffen, ist aus Sicht der Schule völlig unzureichend.
Mindestens zehn Container fordert Bruhn. Statt sie auf den kaum noch ausreichenden Flächen des Gymnasiums aufzubauen, hat Bruhn als Standort die Georg-Kerschensteiner-Schule vorgeschlagen. Sinn dieser Abweichung: Die Karl-Sörensen-Schule könnte schneller als geplant der Kerschensteiner-Schule zugeschlagen, die Räume in der Lindenstraße früher vom Gymnasium bezogen werden. Überhaupt nicht in Frage kommt aus Sicht der Schule die Idee, Teile des Gymnasiums in das Schulzentrum Egenbüttel auszulagern.
von Marion Girke 06.05.2009
Pinnebergs Bürgermeisterin Kristin Alheit sollte sich schon mal Ohrstöpsel besorgen: Am Freitag könnte es im und vorm Rathaus laut werden.
Echtes Déjà-vu-Erlebnis:
Pinnebergs Gymnasiasten proben wieder mal den Aufstand. Für Freitag plant die Schülervertretung (SV) um ihren Vorsitzenden Lennart Feix einen Streiktag. "Wir werden die Stadt aufmischen", kündigt Feix an.
Erinnerungen werden wach: Vor zwei Jahren wurde für eine Sporthalle, vor fünf Jahren für eine Erweiterung des Gymnasiums demonstriert. Auch diesmal geht's um Platznot: "Insgesamt fehlen uns hier 43 Räume", so Feix. Es sei kaum zu fassen, dass "unsere Schulleitung es immer noch schafft, in dieser Bruchbude Unterricht zu gewährleisten".
Kürzlich hatten Pinnebergs Politiker es abgelehnt, der Schule am Fahltskamp einen von der CDU beantragten Anbau zu spendieren. "Die Politik tut nichts für uns", meint Feix, der darauf verweist, dass ständig neue Wohngebiete ausgewiesen werden - die soziale Infrastruktur jedoch auf der Stecke bleibt. "Wir werden hier in Slum-Wellblechhütten unterrichtet", sagt der SV-Vorsitzende.
Vor allem der aktuell diskutierte Schüler-Transfer vom Brahms- Gymnasium zum sieben Kilometer entfernten Schulzentrum Egenbüttel stößt bei der SV auf Unverständnis. "Das kann und wird keiner hinnehmen", so Feix.
Sollte die Ratsversammlung am Donnerstag keine annehmbare Lösung für die Raumnot finden, startet die Demo am Freitagmorgen. Mit Plakaten, Rasseln und Trillerpfeifen wollen die Schüler vors - und ins - Rathaus ziehen.
von Andreas Daebeler 06.05.2009
146 Kinder wollen aufs Pinneberger Johannes-Brahms-Gymnasium.
Voraussichtlich müssen sie draußen bleiben.
Grund: Raumnot.
Eskalation am Gymnasium: Die katastrophale Raumsituation an der Pinneberger Brahms-Schule führt zum Aufnahmestopp. Alle 146 für die fünften Klassen angemeldeten Kinder müssen voraussichtlich abgewiesen werden. Eine Schule macht die Schotten dicht.
"Unsere Kapazitäten sind vollständig erschöpft", sagte Direktorin Ortrud Bruhn gestern. Ordnungsgemäßer Unterricht sei "nicht mehr zu gewährleisten". Sie habe die Politik über den Notstand informiert: "Wir spielen keineswegs mit den Gefühlen der Eltern, handeln in höchster Verzweiflung", betonte Bruhn. Pinnebergs Politiker hatten abgelehnt, das überfüllte Gymnasium mit einem Anbau zu versehen. Zwar soll in zwei Jahren eine Dependance bereitstehen, aktuelle Probleme löse das jedoch nicht.
Am Donnerstag muss die Ratsversammlung entscheiden, wie die Not kurzfristig gelindert werden kann. Bruhns Vorschlag: Die Stadt schafft Schul-Container an, platziert diese am Bildungsstandort Pinneberg-Nord. Die ohnehin geplante Zusammenlegung der beiden Regionalschulen könnte dann vorgezogen werden. Somit würden bereits im Sommer 2009 Räume fürs Gymnasium frei.
von Andreas Daebeler 05.05.2009
Lennart Feix fehlen nur selten die Worte
Der 17 Jahre alte Johannes-Brahms-Schüler tritt nun bei der Bundesausscheidung in Berlin gegen die besten Schüler-Redner Deutschlands an.
Dieser junge Mann, Lennart Feix, ist nicht auf den Mund gefallen. Das hat der Schülersprecher des Johannes-Brahms-Gymnasiums in Pinneberg schriftlich. Feix ist Landessieger beim Wettbewerb "Jugend debattiert".
Weder mit sportlichen Rekorden wie bei "Jugend trainiert ..." noch mit musischen Höchstleistungen wie bei "Jugend musiziert" legte Feix Eindruck ein. Er redete einfach: Flüssig, wohl strukturiert mit der gewissen Portion Schlagfertigkeit und sehr überzeugend. Das brachte ihm eine Siegerurkunde ein, die vom Landtagspräsidenten Martin Kayenburg überreicht wurde. Und eine Fahrkarte nach Berlin, zur Bundesendausscheidung. Dort wird sich Feix im Juni nach dem Rhetorik-Seminar, das er gewonnen hat, mit den besten jugendlichen Debattierern Deutschlands messen. Ist so ein verbaler Tausendsassa jemals sprachlos? Und ob! "Es ist selten, aber es kommt vor", sagt er. Und wann? "Wenn der HSV drei Torchancen gegen Bremen verschießt. Oder am Ende des von unserem Team organisierten Mittelstufenballs, wenn man merkt, man hat es geschafft", sprudelt es aus dem 17-jährigen Schüler heraus.
Feix kann nicht nur reden wie ein Wasserfall und pointensicher argumentieren. Zu seiner Persönlichkeit gehört ein überbordendes Selbstbewusstsein. Als er fünf Jahre alt war, unterschied sich seine Berufsvorstellung schon deutlich von der seiner Spielkameraden. Die wollten alle zur Feuerwehr, Feix wollte Bundeskanzler werden.
Politker oder Jurist, oder vielleicht doch etwas in der Medienbranche - die Idee von damals spukt dem kürzlich zum Schulsprecher avancierten Halstenbeker bei seinen Berufswünschen auch heute noch im Kopf. Das Elternhaus von Feix ist kommunikativ. Vater Andreas und Mutter Eva Schüler-Feix sind Lehrer - der Vater arbeitet inzwischen für eine Versicherung. Das gemeinsame Gespräch, die Zeitung zum Frühstück, all das ist in seinem Elternhaus selbstverständlich.
Am Johannes-Brahms-Gymnasium wählte Feix das Medienprofil. Geschichte, Wirtschaft-Politik, Medienkunde, die Mitarbeit bei Radio Pinneberg - diese Aufgaben sind für ihn leicht zu meisternde Herausforderungen Ganz anders übrigens verhält es sich mit den Fächern Physik und Chemie.
Im Debattierclub der Schule, einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Lehrer Til König, wurden die Grundlagen für die jetzigen Wettbewerbsleistungen gelegt. "König gehört ebenso zu meinen Förderern wie meine Mitschülerin und beste Freundin Isabel Rahnenführer und René Schar von Radio Pinneberg. Ohne die hätte ich es nie geschafft", sagt Lennart Feix. Ein besonderer Ansporn für ihn besteht darin, dass auch seine gesamte Klasse in Berlin zur Unterstützung mit dabei sein will.
Über Rettungsmöglichkeiten für die HSH-Nordbank musste Feix in den Räumen des Kieler Landtags debattieren. Ihm war die Rolle des Befürworters einer Rettung zugefallen, der sich gegen Contra-Argumente behaupten musste. "Der Landtag war proppevoll mit Zuschauern, und wir waren mittendrin. Das ist diese Art Action, die ich gerne habe", erinnert sich Feix.
Stillstand ist dem Überflieger zuwider, neue Ziele setzt er sich täglich und haufenweise. "Und wenn ich was mache, dann richtig. Wischiwaschi liegt mir nicht", sagt er. Für die nächste Zeit peilt er das Debatten-Finale in Berlin mit den 32 besten Schüler-Rednern Deutschlands und Bundespräsident Horst Köhler an. Dann ist da wieder die Tanzschule, die Schülervertretung oder die Fahrschule, in der er jobbt.
Die Vielfalt der täglichen Aufgaben führt schon mal dazu, dass Feix im Unterricht nicht ganz perfekt vorbereitet ist. Überspielt er auch das mit Worten? "Eine tägliche Übung", lacht der Gymnasiast, der ein Abitur mit einer Eins vor dem Komma anstrebt.
von Marion Girke 04.05.2009
Die Fachausschüsse haben mit den Mehrheiten aus SPD, FDP, GAL und Unabhängige und Bürgernahen entschieden: Die Karl-Sörensen-Schule (KSS) zieht zur Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS). Beide Schulen gehen dort unter Beibehaltung des Grundschulzweiges in einer Regionalschule auf, erhalten zusätzlich neue Klassen- und Fachräume.
Die Gebäude der Sörensen-Schule in der Lindenstraße werden in eine Dependance der Johannes-Brahms-Schule (JBS) umgewandelt. Das Gymnasium am Fahltskamp erhält außerdem eine neue Dreifeld-Sporthalle. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Ratsversammlung am Montag gleichlautend entscheiden.
Das Konzept stammt aus der Feder von Bürgermeisterin Kristin Alheit. Es soll die langfristige Schülerzahlenentwicklung als auch die Nachfrage nach Plätzen in Gymnasien, Regional- und Gemeinschaftsschulen sowie den vorhandenen Schulraumbestand berücksichtigen. Das Investitionsvolumen für die Umsetzung der Pläne schätzt die Verwaltung auf 4,9 Millionen Euro. Davon würde das Land Schleswig-Holstein rund 900 000 Euro übernehmen. Der Rest soll über zinsgünstige Kredite finanziert werden.
Bei den Betroffenen gab es für die Entscheidung keinen Applaus. Susanne Gilberg-Lemke, Schulleiterin der GKS, sieht darin sogar einen gezielten Plan der SPD, auf allen politischen Ebenen des Landes die Regionalschule absichtlich unattraktiv zu gestalten. Für Ortrud Bruhn, Leiterin der Johannes-Brahms-Schule, ist die Auslagerung eines Teils ihrer Schüler nur die zweitbeste Lösung für die Raumprobleme ihrer Schule. Sie hat stets einen Anbau für ihr Gymnasium favorisiert. So hatten es die Pinneberger Christdemokraten vorgeschlagen.
Die CDU kritisierte den Beschluss dann auch scharf. "Diese Lösung ist allein schon wegen der zu finanzierenden Übergangslösungen wie Container teurer als ein JBS-Anbau und eine Regionalschule an zwei Standorten", sagt Schulausschussvorsitzende Doris Ochterbeck.
"Pinnebergs Schullandschaft wird unter dieser folgenschweren Entscheidung leiden", so der Vorsitzende der Jungen Union Pinneberg und CDU-Fraktionsmitglied Lukas Gilliard.
ced erschienen am 25. April 2009
In Sachen Bildungspolitik ist Pinnebergs CDU isoliert. Die Christdemokraten scheiterten mit ihrem Versuch, einen Anbau für's Gymnasium durchzusetzen. Georg-Kerschensteiner- und Karl-Sörensen-Schule werden zusammengelegt.
Erboste Eltern, leidenschaftlich argumentierende Rektoren und zuweilen überfordert wirkende Politiker - Zutaten einer politischen Sitzung, die es in sich hatte. Am Donnerstagabend wurden Weichen gestellt: Pinneberg bekommt eine neue Bildungslandschaft. Eine Millionen-Entscheidung. Die Fakten: Bestätigt die Ratsversammlung, was Schul-, Finanz- und Umweltausschuss empfehlen, werden zwei Regionalschulen sowohl organisatorisch als auch räumlich zusammengelegt. Der Bildungs-Standort Pinneberg-Nord wird gestärkt, die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) mit einem Anbau ausgestattet. Für etwa 2,4 Millionen Euro entstehen mindestens sieben neue Klassenräume. Wichtig: Auch der Grundschulzweig, wichtiger Pfeiler des pädagogischen Konzepts, bleibt erhalten.
Das hoffnungslos überfüllte Brahms-Gymnasium muss hingegen auf einen von der CDU beantragten Anbau verzichten. Stattdessen sollen dessen Schüler in die frei werdende Karl-Sörensen-Schule (KSS) verlagert werden. Immerhin: die Politiker geben grünes Licht für den Bau einer neuen Sporthalle mit drei Feldern. Etwa 3,6 Millionen Euro muss die Stadt investieren, um wieder geregelten Sportunterricht an der Brahms-Schule zu gewährleisten. Das Bildungskonzept fußt auf einem Vorschlag von Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD), der jedoch in einem entscheidenden Punkt geändert wurde. Für die ab 2011 einzige Regionalschule in Pinnebergs Norden wurde nicht - wie zunächst vorgesehen - Dreizügigkeit festgeschrieben. GKS-Rektorin Susanne Gilberg-Lemke hatte zuvor klar gemacht, dass eine derartige Beschränkung ein zu enges Korsett bedeuten würde: "Sie planen mit Klassengrößen, die uns um die Ohren fliegen werden." Wie Gilberg-Lemke, appellierten auch alle anderen Schulleiter an die Volksvertreter, es sich nicht zu einfach zu machen. Es müsse immer mehr Integrationsarbeit geleistet werden. "Sie zählen hier einfach nur Räume, wir hingegen haben einen pädagogischen Auftrag zu erfüllen", so Ortrud Bruhn, Direktorin des Brahms-Gymnasiums. Und weiter: "Es geht um Ihre Kinder." Donnernder Applaus aus dem Zuschauerraum.
Zu Beginn der Sitzung hatten Eltern, Schüler und Lehrer ihrem Ärger Luft gemacht. Vor allem das drohende Aus für den Grundschulzweig der GKS hatte mobilisiert. Es könne nicht angehen, dass ein funktionierendes Ganzes auseinander gerissen werde. "Neubaugebiete in Pinneberg-Nord haben mit der Grundschule geworben", so ein Vater. Man könne Kinder nicht durch die halbe Stadt jagen.
Der jetzt gefasste Beschluss wird von SPD, GAL, FDP und Bürgernahen getragen. Bis 2011 muss eine Übergangslösung fürs Brahms-Gymnasium her. Denkbar sind weiterhin die Anmietung von Containern sowie die Nutzung des Schulzentrums Egenbüttel als Dependance.
von Andreas Daebeler 25.04.2009
Die Pinneberger Bürgermeisterin Kristin Alheit macht Druck. Die Verwaltungschefin legt den heute gemeinsam tagenden Schulausschuss- und Finanzausschussmitgliedern ein überarbeitetes Konzept zur Schulentwicklung in der Stadt vor.
Mit ihrem "Bildungskonzeptes 2020" schlägt Alheit den politischen Gremien vor, an der unter Raumnot leidenden Johannes-Brahms-Schule zusätzliche Klassen- und Fachräume zu schaffen. Alheit will zudem die räumliche Zusammenlegung der Karl-Sörensen-Schule und der Georg-Kerschensteiner-Schule als Regionalschule durchsetzen.
In den dadurch frei werdenden Gebäuden der Karl-Sörensen-Schule sollen ab 2011/2012 die Oberstufenschüler der Brahms-Schule lernen. Und: Das Gymnasium am Fahltskamp soll eine neue Sporthalle bekommen. Das Investitionsvolumen für die Umsetzung dieses Zukunftsmodells schätzt die Verwaltung insgesamt auf 4,9 Millionen Euro. Davon würde das Land Schleswig-Holstein nach derzeitigem Stand rund 900 000 Euro übernehmen, wenn sich die Politiker schnell entscheiden. Bis zum 30. April müssen die Förderanträge beim Land gestellt worden sein. Den Eigenanteil kann die Stadt über zinsgünstige Kredite finanzieren.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Schröder unterstützt die Alheit-Pläne. "Durch seine hervorragenden Kontakte ist es möglich gewesen, in kürzester Zeit mit der Bildungsministerin, dem Innenminister, dem Vorstand der Investitionsbank und den jeweiligen Fachleuten erfolgreich ein Lösungskonzept zu entwickeln", so Alheit.
Auch die Theodor-Heuss-Schule und die Grund- und Gemeinschaftsschule der Stadt Pinneberg sollen nicht leer ausgehen", betont Alheit. Bei beiden Bildungseinrichtungen stehen ebenso wie bei der Rübekampschule umfangreiche energetische Maßnahmen an, die die Stadt für eine Förderung aus dem Konjunkturprogramm II anmelden wird.
Die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse beginnt heute um 18.30 Uhr im Ratssitzungssaal des Rathauses, Bismarckstraße 8.
erschienen am 23. April 2009
Heute tagt Pinnebergs Schulausschuss: Gestern präsentierte Bürgermeisterin Kristin Alheit mit Unterstützung des SPD-Landtagsabgeordneten Bernd Schröder ein Bildungskonzept. Ein Anbau fürs Brahms-Gymnasium spielt darin keine Rolle.
Heute geht's ans Eingemachte. Kurz vor der Sitzung des Schulausschusses präsentierte Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) gestern ein "Bildungskonzept 2020". Wichtigste Aussage: Die beiden Pinneberger Regionalschulen werden zusammengelegt. Stimmt die Politik zu, ist ein Anbau am Brahms-Gymnasium vom Tisch.
Das Konzept fußt auf Gesprächen, die Alheit kürzlich in Kiel führte. Der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Schröder hatte Kontakt zu Innenminister Lothar Hay, Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave und der Investitionsbank hergestellt. Schröder gestern: "Kiel fordert weiterhin die Zusammenlegung der Regionalschulen, vor diesem Hintergrund ist die gefundene Lösung eine gute." Zudem seien zinsgünstige Kredite in Aussicht gestellt worden. Schröder war von allen Pinneberger Ratsfraktionen gebeten worden, sich einzuschalten.
Alheits Konzept sieht vor, dass die frei werdende Karl-Sörensen-Schule dem benachbarten Brahms-Gymnasium zugeschlagen, die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) in Pinneberg-Nord mit einem Anbau ausgestattet wird.
Knackpunkt: Pinneberg muss entscheiden, wie viele Räume die GKS bekommt. Wird deren laut Alheit nicht unbedingt benötigter Grundschulzweig aufgegeben, muss weniger Geld in die Hand genommen werden. "Eine politische Entscheidung, der pädagogische Gründe entgegen gehalten werden können", so die Rathaus-Chefin. Ihr Konzept sieht zudem vor, die Brahms-Schule mit einer neuen Sporthalle auszustatten.
Das Investitionsvolumen fürs "Bildungskonzept 2020" beziffert Alheit auf 4,9 Millionen Euro. "Damit kann die Zukunft kommen - unsere Schulen sind bereit", so Alheit.
von Andreas daebeler 23.04.2009
In Kürze entscheidet Pinneberg über die Zukunft der Schullandschaft. Dass die CDU sich schon festlegte, kommt nicht überall gut an.
"Unglaublich. Das ist keine seriöse Politik mehr." Angela Traboldt ist sauer. Die SPD-Fraktionschefin kann nicht nachvollziehen, dass die Christdemokraten in Sachen Schulplanung vorpreschen. Pinnebergs CDU hatte vor einigen Tagen angekündigt, dem unter Raumnot leidenden Brahms-Gymnasium einen weiteren Anbau spendieren zu wollen. "Dabei war ein breiter politischer Konsens angestrebt worden." Den habe die CDU mit ihrem Schritt in die Öffentlichkeit torpediert.
Ende April fallen Entscheidungen, die Pinnebergs Bildungslandschaft verändern werden. Knackpunkt ist die Frage, wie die Raumnot an der Brahms-Schule nachhaltig behoben werden kann. Der von der CDU favorisierte Anbau ist nur eine der möglichen Lösungen. Alternativ wird über die Kooperation mit Rellingen diskutiert: Pinnebergs Gymnasiasten könnten zum Schulzentrum Egenbüttel pendeln. Dort gibt’s Leerstände.
Die SPD tendiert dazu, zwei Regionalschulen zusammenzulegen. Und zwar am Standort der Georg-Kerschensteiner-Schule. Dort müsste ebenfalls angebaut werden, allerdings könnte die frei werdende Sörensen-Schule zur Dependance des nah gelegenen Brahms-Gymnasiums umgestaltet werden. "Das ist aktuell unser Fraktionsbeschluss", so Traboldt. Die SPD habe jedoch bewusst darauf verzichtet, öffentlich zu trommeln: "Wir wollten abwarten, welche Fördergelder aus Kiel zu erwarten sind." Der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Bernd Schröder führt diesbezüglich Gespräche: "Beauftragt von allen Ratsfraktionen", wie Traboldt betont.
Für die Genossin ist klar, dass "die CDU wieder mal das Wasser nicht halten konnte, obwohl wichtige Finanzierungsfragen noch gar nicht geklärt sind." Es müsse darum gehen, "ein Gesamtpaket zu schnüren", statt Geschenke zu verteilen. Eine Auffassung, die auch in Reihen anderer Ratsfraktionen geteilt wird.
von Andreas Daebeler 18.04.2009
Bühne frei für den Nachwuchs: Die Ausstellung "Zensierte Kunst" von Pinneberger Kunst-Leistungskursschülern in der AKAD sprüht vor Kreativität.
Am "Lebensbaum" kommt keiner vorbei. Mannshoch steht das Pappmaché-Werk in Mintgrün direkt neben dem Eingang zu Pinnebergs privater Hochschule AKAD, reckt die Zweige ins Foyer. Und gibt einen künstlerisch veredelten Einblick in Alltag und Gefühlsleben der Schöpferin: CD und handgeschriebenes Gedicht, private Schnappschüsse lässt Gymnasiastin Jana Zenk von ihrem "Biografischen Objekt" baumeln.
Der "Lebensbaum" ist eine von 48 Arbeiten, die 16 Schüler des Kunst-Leistungskurses am Johannes-Brahms-Gymnasium in den drei Halbjahren vorm Abitur geschaffen haben. Unter der augenzwinkernden Überschrift "Zensierte Kunst" - denn schließlich hat Kursleiterin Daniela Rosin jedes Werk benotet - zeigen die angehenden Abiturienten des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums, des Theodor-Heuss-Gymnasiums und des Brahms-Gymnasiums Portraits, Fotoserien, Architekturentwürfe - und eben die plakativen "Biografischen Objekte". Die Schau sprüht vor Kreativität. Da wird romantisiert und abstrahiert, experimentiert und verfremdet. Da steht lakonischer Witz neben ausgefeilter Technik. Wer sich darauf einlässt, dem vermitteln die vielfältigen, individuellen Arbeiten einen Eindruck davon, wie angehende Abiturienten die Welt erleben.
Abgesehen von den Portraits im Foyer haben die Macher neben jedes Werk die entsprechende Schul-Note geklebt. Ein wirkungsvoller Kunstgriff. Denn das befremdet den Betrachter und wirft permanent die Frage auf, inwieweit sich individuell Gestaltetes in Zensuren fassen lässt. Mal abgesehen von der handwerklichen Ausführung. Schließlich ist eine der angenehmen Seiten von Kunst, dass sich über Geschmack schlecht streiten lässt.
Die Schau ist bis einschließlich 15. Juni werktags von 10 bis 18 Uhr in der AKAD zu sehen. Der Eintritt ist frei.
von Eike Pawelko 14.04.2009
Bekommt das Johannes-Brahms-Gymnasium nun doch einen neuen Anbau für die dringend benötigten Klassenräume? Mit einem entsprechenden Vorschlag hat die CDU-Fraktion die Debatte um die verschiedenen Varianten einer Schulerweiterung bereichert.
Sollten sich die Christdemokraten mit ihrer Idee durchsetzen, wären alle Auslagerungs-Alternativen, die mit einem Umzug von Teilen des Gymnasiums verbunden wären, vom Tisch. Und wenn die CDU-Finanz- und Schulexperten Michael Lorenz und Doris Ochterbeck richtig kalkuliert haben, ist die gefundene Lösung auch noch die kostengünstigste.
Für 2,5 Millionen Euro könnten nach CDU-Berechnungen die Räume direkt am Brahms-Gymnasium gebaut werden. Hinzu kommen müsste allerdings noch eine Extra-Sporthalle, weil derzeit nur 1,5 der nach Schülerzahlen erforderlichen vier Halleneinheiten zur Verfügung stehen. Schulverlagerungen und Teilaussiedlung des Gymnasiums wären wegen der dafür erforderlichen Umbauten nach Angaben der Verwaltung nicht unter 8,6 Millionen Euro zu haben.
"Für die CDU stehen zwei Ziele nebeneinander: die pädagogisch sinnvollste Lösung ohne Umzug von Schülergruppen und die finanziell günstigste Lösung", sagte der Fraktionsvorsitzende Lorenz und fuhr fort: "Dies ist zum Glück einer der wenigen Fälle, in denen beide Überlegungen zu dem gleichen Ergebnis führen."
Aktuell diskutiert wird in den Gremien der Ratsversammlung alternativ ein Umzug von Gymnasial-Klassen in das Schulzentrum Rellingen-Egenbüttel oder eine Verlagerung in die frei werdenden Räume der ursprünglichen Karl-Sörensen-Schule an der Pinneberger Lindenstraße. Die dortige Realschule soll nach den Vorgaben der Kieler Bildungsplaner mit der ursprünglichen Georg-Kerschensteiner-Schule zu einer Regionalschule zusammengefasst werden. "Die Verpflichtung, beide Schulen zu verschmelzen, sollte zurückgenommen werden, damit sich nicht die ansonsten einzige Regionalschule der Stadt in ungünstiger Randlage befindet", forderte Lorenz.
Ob der Vorstoß der CDU während der nächsten Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag, 23. April, die Unterstützung der anderen Fraktionen findet, ist fraglich. Klar dagegen hat sich bereits Uwe Lange, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen, ausgesprochen. "Mit uns ist das nicht zu machen. Die Zahlen der CDU sind nicht gesichert und nicht nachvollziehbar. Unter dem Strich haben wir dann Klassen, die leer stehen. Das alles ist ein unnötiger Schnellschuss", sagte Lange.
Von Marion Girke erschienen am 11. April 2009
Kein Kind muss wandern: Unter diesem Motto präsentierte Pinnebergs CDU vorgestern ihr Konzept für die neue Schullandschaft.
Pinnebergs CDU legt sich fest: Das unter Raumnot leidende Brahms-Gymnasium soll einen weiteren Anbau bekommen. Bis zu zwölf neue Klassenräume könnten am Fahltskamp entstehen. Fraktionschef Michael Lorenz erteilte vorgestern Plänen für die Einrichtung einer Zweigstelle in Egenbüttel eine Absage. Seine Partei strebe eine Dauerlösung an. Motto: "Kein Schüler muss wandern." Schulleiterin Ortrud Bruhn hatte mehr Bedarf angemeldet. 14 neue Räumen müssten her. Eine Delegation der CDU hatte sich jedoch während einer Begehung ein eigenes Bild gemacht - und Schlüsse daraus gezogen.
Vom Tisch sei die Idee eines Neubaus auf dem Areal des benachbarten Hotels "Cap Polonio". Auch die Auslagerung der Oberstufe in die Karl-Sörensen-Schule (KSS) an der Lindenstraße werde nicht angestrebt. Die CDU-Spitze bezweifelt, dass das Land die räumliche Zusammenlegung der Pinneberger Regionalschulen vorschreiben kann. Somit bliebe die KSS an ihrem angestammten Ort. Die CDU rechnet mit bis zu 2,5 Millionen Euro, die der Brahms-Anbau kosten wird - und hofft auf Fördergelder aus Kiel. "Wir haben diesbezüglich Christian von Bötticher eingeschaltet", so Schul-Expertin Doris Ochterbeck. Der Umweltminister hat seinen Wahlkreis in Pinneberg. Bis zur Fertigstellung des Anbaus sollen Container her. In einem weiteren Punkt hat sich die CDU festgelegt: "Das Gymnasium muss eine neue Sporthalle bekommen", so Lorenz. Kostenpunkt: knapp vier Millionen Euro.
von Andreas Daebeler erschienen 11.04.2009
Pinnebergs Schulausschuss: Großer Auftrieb, viele Emotionen und eine Investitionssumme, die schwindelig macht. Die Politik steht vor einer Millionen-Entscheidung.
Dienstagabend, kurz vor halb sieben. Immer mehr Menschen strömen in den Saal B des Rathauses. Es ist warm, es ist stickig. Pinnebergs Politiker diskutieren tiefgreifende Veränderungen der Schullandschaft. Rektoren, Lehrer, Eltern und Schüler wollen dabei sein. Es geht um Interessen, um Ängste, um pädagogische Konzepte. Und es geht um Millionen von Euro.
Etwa 150 Besucher verfolgen die Sitzung, während der klar wird, in welcher Zwickmühle die "Pleitestadt" steckt. 3,8 Millionen Euro wird es kosten, die von Kiel geforderte Zusammenlegung der Regionalschulen am Standort Pinneberg-Nord zu realisieren. Zwei Millionen könnten dafür drauf gehen, die dann frei werdende Karl-Sörensen-Schule fit für die Nutzung durch Brahms-Gymnasiasten zu machen. Hinzu dürften vier Millionen Euro für eine Brahms-Sporthalle kommen.
Wer von großartiger Förderung aus der Landeshauptstadt träumt, den holt Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) auf den Boden der Tatsachen zurück: Sie rechne mit 470 000 Euro für die Stadt. Eine Summe, für die nicht mal Schul-Container zu haben sind. Raunen im Saal B des Rathauses.
"Kiel ist in der Pflicht", meint denn auch Sozialdemokratin Angela Traboldt. Und Joachim Dreher (GAL) ergänzt: "Man sollte das Land verklagen." Es gehe schließlich um direkte Auswirkungen des Schulgesetzes. Ein Wehklagen, das wohl nicht hilft: Entscheidungen müssen her. Die sollen noch in diesem Monat fallen. Für den 23. April ist eine Sondersitzung des Schulausschusses anberaumt, vier Tage später muss der Rat dessen Beschluss bestätigen. Natalina Boenigk (CDU): "Wir brauchen eine Lösung, die langfristig greift."
von Andreas Daebeler 02.04.2009
Kiel macht Gesetze, fordert die Zusammenlegung von Bildungseinrichtungen.
Kiel mahnt, Pinneberg müsse die Raum-Misere am Brahms-Gymnasium beheben.
Die Umleitung von Schülerströmen nach Egenbüttel, wo Räume leerstehen, lehnt das Ministerium kategorisch ab. Klare Ansagen.
Geht’s um die Frage, wer Neubauten bezahlen soll, fallen die Töne aus der Landeshauptstadt hingegen leiser aus. Die Kommunen werden - wie von vielen seit langem befürchtet - im Regen stehen gelassen.
470 000 Euro für Anbauten - mehr wird’s wohl nicht geben. Das hoch verschuldete Pinneberg jedoch muss Millionen aufbringen - ein dicker Batzen davon Folgekosten des neuen Schulgesetzes. Irgendwas passt da nicht, oder?
von Andreas Daebeler 02.04.2009
Ausschuss: Raumnot am Brahms-Gymnasium nur eine von vielen "Baustellen"
Pinneberg wird etwa 15 Millionen Euro für Erweiterungen und Verlagerungen in die Hand nehmen müssen.
Die Raumnot am Johannes-Brahms-Gymnasium dominiert weiterhin die Schulpolitik der Stadt Pinneberg. Rund 100 Eltern nutzten eine Sitzung des Schulausschusses, um gegen externe Unterbringungsmodelle zu protestieren. Doch die Stimmung kippt. Es gab auch Stimmen, die sich darüber beschwerten, dass über die Brahms-Schul-Debatte die berechtigten Anliegen anderer Schulen zu stark in den Hintergrund gedrängt werden.
"Das ist hier doch alles sehr dominant auf die Johannes-Brahms-Schule bezogen", monierte ein Vater. Der Tagesordnungspunkt legte diese Entwicklung nicht nahe. Er hieß: "Grundsatzentscheidung zur zukünftigen Entwicklung der Johannes-Brahms-Schule, der Karl-Sörensen-Schule und der Georg-Kerschensteiner-Schule." Und die Ergebnisse dieser Debatte sind für eine andere als die Johannes-Brahms-Schule wesentlich gravierender. Denn die alteingesessene Karl-Sörensen-Realschule soll aufgehen in einer Regionalschule mit Sitz an der jetzigen Georg-Kerschensteiner-Grund- und Hauptschule.
Entscheidungen wurden im Schulausschuss nicht getroffen. Es zeichneten sich lediglich Trends ab. Vermutlich wird die Stadt Pinneberg rund 15 Millionen Euro in die Hand nehmen müssen für Schulerweiterungen und -verlagerungen sowie die notwendigen Zwischenlösungen.
Aus jetziger Sicht zeichnet sich folgendes ab: Die Karl-Sörensen-Schule zieht um zur Georg-Kerschensteiner-Schule, beide werden als neue Regionalschule unter einer Leitung eine Einheit. Dort wird ein Schulraumanbau für rund vier Millionen Euro realisiert, für die gleiche Summe folgt eine Sporthalle. Die Brahms-Schule zieht vermutlich mit ihrer Oberstufe ein in die leer werdenden Räume der Karl-Sörensen-Schule in der Lindenstraße. Diese werden für zwei Millionen Euro umgebaut.
Die Brahms-Schule erhält eine neue Sporthalle, die ebenfalls vier Millionen Euro verschlingt.
Wegen der Bauphase ist für das Brahms-Gymnasium eine Übergangslösung nötig. Wahrscheinlich sind der Aufbau von weiteren mindestens drei Containern sowie die vorübergehende Auslagerung von Klassen in das Schulzentrum Rellingen-Egenbüttel. Optionen für das Brahms-Gymnasium bleiben ein Anbau auf eigenem Grund oder neben dem benachbarten "Cap Polonio".
Der Zeitplan der Politiker: Während der nächsten Schulausschusssitzung am Donnerstag, 23. April, fallen Vorentscheidungen. Sie werden dann verbindlich während der Ratsversammlung am Montag, 27. April, bestätigt. Zwei Tage später sollen die Ergebnisse dann einfließen in eine Prioritätenliste, über die der Kreistag zu entscheiden hat.
von Marion Girke erschienen 02.04.2009
Mit höflichen, aber deutlichen Worten hat Pinnebergs Bürgermeisterin Kristin Alheit die lautstarken Interessenvertreter des Brahms-Gymnasiums in ihre Schranken gewiesen. In ihrer an die Schulleiterin Ortrud Bruhn gerichteten Antwort auf einen offenen Brief des Lehrerkollegiums heißt es: "Ziel . . . ist aus meiner Sicht auch, das beiderseits verlorene Vertrauen wieder aufzubauen. . . ich hoffe auf Ihre Unterstützung." In dem Schreiben wird Hilfe bei der Raumsuche angeboten. Unter anderem enthält es das Angebot, Abiturarbeiten in Räumen des Rathauses schreiben zu lassen. Bezeichnend ist der Hinweis, dass der Bedarf an neuen Containerklassen den Wünschen der Schule entsprechend umgesetzt wurde. Das Schreiben ist Antwort auf einen offenen Brief des Kollegiums. Darin waren andere Lösungen als ein erneuter Anbau für unzumutbar bezeichnet worden.
von Marion Girke erschienen 02.04.2009
Themen-Konferenzen, Interviews und Reportagen - bei "Radio Pinneberg" geht's seit zwei Jahren zu wie beim professionellen Rundfunksender.
Ran an die Mikros: Der Journalistennachwuchs fragt nach, Projekt-Initiatoren antworten.Foto: Daebeler
"Tim Mälzer zu treffen, das war krass." René Schaar muss nicht lange überlegen. Befragt nach den Highlights seiner jungen Reporter-Karriere, sprudelt es nur so aus dem 17-Jährigen heraus: "Horst Seehofer hatte Bodyguards an seiner Seite, ein komisches Gefühl." René macht Radio. Und zwar in Pinneberg. Eben "Radio Pinneberg". Vor genau zwei Jahren startete das Medienprojekt. Zwei Sendestudios gibt's. Eines im Geschwister-Scholl-Haus. Ein weiteres in der Brahms-Schule. Das Gymnasium bindet das Jugendradio in den Unterricht ein, bietet seinen Schülern gar ein spezielles Profil.
Einmal wöchentlich wird auf Tide 96,0 gesendet - dienstags ab 16 Uhr. Kooperationspartner ist der Offene Kanal. "Das Konzept sorgt landesweit für Aufsehen, genießt im Bildungsministerium hohen Stellenwert", so SPD-Landtagsmitglied Bernd Schröder. Seine guten Kontakte zum Offenen Kanal hatten vor zwei Jahren den Weg freigemacht. "Ich danke allen Beteiligten, der Kulturamtsleiterin Trautchen Perrefort und vor allem den Sponsoren", so Schröder. Auch die Pinneberger Politik, habe ihren Anteil am Erfolgsmodell. "Gute Arbeitsbedingungen", attestiert denn auch Projektleiter Sebastian Marcks. Er hebt das Engagement der beteiligten Kinder und Jugendlichen hervor: "Medienstiftung und Tide loben die Qualität der Beiträge."
Zur Geburtstagsrunde hatte "Radio Pinneberg" alle Sponsoren eingeladen. Der Verein der Freunde der Brahms-Schule gehört ebenso dazu wie der Unternehmer Joachim Neuhaus und die Sparkasse Südholstein. Deren Vertreter Christian Blöcker folgte der Einladung: "Wir unterstützen Euch gern, macht weiter so." Für 2009 strebt "Radio Pinneberg" die Einrichtung eines dritten Studios an - in der Gemeinschaftsschule im Quellental.
27.03.2009 von Andreas Daebeler
Kristin Alheit will der Politik vorschlagen, die Georg-Kerschensteiner-Schule mit einem Anbau zu versehen. 14 neue Klassenräume sollen her.
Plan: Der Erweiterungsbau würde den Schulhof einrahmen.
Kiel sagt an, Pinneberg setzt um: 2011 könnten die beiden städtischen Regionalschulen gemäß einer Vorgabe des Ministeriums zusammengelegt werden. Bürgermeisterin Kristin Alheit konkretisierte gestern ihre Pläne für die Bildungslandschaft der Kreisstadt.
Sie werde der Politik in Kürze vorschlagen, die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) mit einem Anbau auszustatten. 14 neue Klassenräume sollen her, um Platz für Schüler der Karl-Sörensen-Schule zu schaffen. Die somit frei werdende Bildungseinrichtung an der Lindenstraße würde zur Dependance des nahe gelegenen und überfüllten Brahms-Gymnasiums.
Ortrud Bruhn, Direktorin der Brahms-Schule, hätte lieber einen eigenen Anbau am Fahltskamp. Eine Dependance bringe "erhebliche Belastungen für Lehrer und Schüler" mit sich. "Doch im Zweifel müssen wir auch den Spatz in der Hand nehmen", so Bruhn.
Für Alheit ist klar, dass in Pinneberg-Nord eine "gut funktionierende Regionalschule" entstehen kann. Sie hofft, dass ein GKS-Anbau vom Land finanziell gefördert wird. Zur Höhe der Investition wollte sie keine Angaben machen.
von Andreas Daebeler
12.03.2009
Zwei auf einen Streich: Ein Vorstoß von Bürgermeisterin Kristin Alheit in Sachen Georg-Kerschensteiner-Schule könnte der Stadt Geld sparen und die Raumprobleme an der Johannes-Brahms-Schule (JBS) beenden. Die Verwaltungschefin will in die Schulausschusssitzung Ende März eine Vorlage einbringen. Danach soll die Georg-Kerschensteiner-Schule, die demnächst mit der Karl-Sörensen-Schule (KSS) zu einer Regionalschule verschmilzt, am Schulenhörn einen Anbau mit zehn bis 14 Klassenräumen erhalten. Und weil der Zusammenschluss eine Folge des neuen Schulgesetzes wäre, würde Kiel den Anbau fördern. Die frei werdenden KSS-Gebäude in der Lindenstraße wären geeignet, um die Oberstufenschüler des Gymnasiums am Fahltskamp aufzunehmen. Beide Schulen liegen nur wenige Fußminuten auseinander. Die für Schule zuständige Fachbereichsleiterin Traudchen Perrefort unterstützt die Alheit-Pläne: "Laut Schulentwicklungsplan werden mehr als die Hälfte der künftigen Fünftklässler die beiden Pinneberge Gymnasien besuchen. Die anderen verteilen sich auf die anderen Schulformen. Es muss also mehr Raum her."
Als "nicht optimal, aber akzeptabel" kommentierte JBS-Schulleiterin Ortrud Bruhn den Vorschlag der Bürgermeisterin. "Das ist nach einem eigenen Anbau die zweitbeste Lösung", so auch die Vorsitzende des Elternbeirates Anne Langhein. "Wir hätten in der Lindenstraße Platz für unsere komplette Oberstufe."
Guter Schachzug, doch Bedenkenträger lauern
Bedenken gegen den Alheit-Plan kommen indes von der Schulaussschussvorsitzenden Doris Ochterbeck (CDU): Noch stehe nicht fest, ob die Georg-Kerschensteiner-Schule und Karl-Sörensen-Schule nach der organisatorischen Zusammenlegung auch räumlich fusionierten. "Wir müssen die Anmeldezahlen der Fünftklässler abwarten". Wenn sich an jeweils beiden Schulen 45 oder mehr Schüler anmeldeten, blieben sie in ihren eigenen Gebäuden. Und dann sei auch kein Anbau am Schulenhörn notwendig. Falls es zu einer räumlichen Zusammenlegung komme, müsse auch die Anbau-Finanzierung gesichert sein. "Die Verschmelzung wäre eine Folge des neuen Schulgesetzes", so Ochterbeck. Theoretisch müsse zwar Kiel zahlen, bisher gebe es aber nur mündliche Zusagen. "Für die JBS gebe es auch andere Möglichkeiten. Die Verwaltung muss alles prüfen und durchrechnen." Nach wie vor gibt es Überlegungen, eine JBS-Außenstelle an der künftigen Gemeinschaftsschule in Egenbüttel einzurichten. Für Otrud Bruhn steht dagegen fest: "Wenn wir auslagern, dann nur in die Lindenstraße. Ansonsten werden wir auf einen eigenen Anbau mit neuen Klassen- und Fachräumen bestehen."
Von Claudia Eicke-Diekmann
erschienen am 12. März 2009
Die Schule sucht Dringend nach Ausweichplätzen
Falls es mit dem erwünschten Anbau nicht klappt, könnten Räume der Sörensen-Schule genutzt werden.
Ist eine Auslagerung von Teilen des Schulbetriebs die Lösung für die drängenden Raumprobleme am Pinneberger Johannes-Brahms-Gymnasium? Als Alternative zu dem von Schulleiterin Ortrud Bruhn gewünschten Anbau von 16 Klassenräumen werden derzeit in der Politik zwei derartige Varianten diskutiert.
Da ist zum einen der von der Fraktion Die Bürgernahen erneut ins Gespräch gebrachte Vorschlag, im Schulzentrum Egenbüttel in Rellingen eine Außenstelle des Brahms-Gymnasiums zu eröffnen. "Über diese Variante brauchen wir gar nicht mehr zu diskutieren, weil sie vom Kieler Kultusministerium nicht mitgetragen wird", sagte Schulleiterin Bruhn.
Gerade erst habe Bürgermeisterin Kristin Alheit diese Auskunft erhalten. Hauptargument: Die Schule sei zu weit weg. "Das macht uns unsere Schule kaputt und zieht noch mehr Schüler an, weil dann auch Jugendliche aus Ellerbek und Krupunder zu uns kämen", argumentiert Bruhn. Demgegenüber will der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen, Uwe Lange, seine Idee nicht so ohne weiteres aufgeben. "Wenn man will, ist alles zu lösen. In Egenbüttel stehen zehn Räume leer und könnten schon vom kommenden Schuljahr an genutzt werden. Warum sollen wir hier in Pinneberg da noch Geld für einen Neubau in die Hand nehmen?" fragt Lange.
Leere Räume sind es auch, die die Sörensen-Schule in der Lindenstraße als Enklave für Brahms-Schüler interessant machen. Zum Schuljahr 2010 sollen nämlich die Regionalschulen Karl-Sörensen und Georg-Kerschensteiner zu einer Organisationseinheit zusammengefasst werden. Dies wird vermutlich mit mindestens einem Teilumzug aus der Lindenstraße zum Schulenhörn verbunden sein. Der Grund: Die ehemalige Kerschensteiner-Hauptschule blieb mit rund 40 Anmeldungen unter der von der Landesregierung geforderten Mindestgröße für eine eigenständige Schule. Die Zusammenlegung ist bereits angeordnet.
Sollen Gymnasiasten den Platz der ehemaligen Realschüler in der Lindenstraße füllen? "Das wäre eine lebbare Alternative, wenn nichts anders möglich sein sollte. Nicht toll, aber immerhin eine Lösung", sagte Bruhn.
Nach wie vor kämpft die Leiterin des Gymnasiums aber vorrangig um einen weiteren Neubau mit 16 Klassenräumen und die aus ihrer Sicht seit Jahren überfällige neue Dreifeld-Turnhalle. 2004 war für die Schule ein Anbau mit acht neuen Räumen beschlossen worden. Nach Bruhns Worten konnte dies aber nur ein erster Bauabschnitt zur Behebung eines Notstandes sein. "Damals wurde unsere Forderung von 35 auf acht Räume zurückgefahren und danach war dann kein Geld mehr da", verteidigte Bruhn ihre Wünsche.
Von Marion Girke
Pinneberg - erschienen am 18. Februar 2009
Sie verstehen es, zu trommeln: Die Eltern der Johannes-Brahms-Schüler haben Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) aufgefordert, das Gymnasium erheblich zu erweitern. Sie kämpfen für ihre Kinder, lassen nicht locker. Und wenden sich auch gern mal direkt an den Ministerpräsidenten, um auf Nöte hinzuweisen. Die Eltern der Brahms-Schüler haben Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD) jetzt in einem Brief aufgefordert, Chancen, die das Konjunkturprogramm II bietet, zu nutzen.
Von massiver Raumnot, die seit zehn Jahren anhalte und 1200 Kinder betreffe, ist die Rede. Von Versäumnissen der Stadt, die als Schulträger in der Pflicht sei. Der Schulelternbeirat erwartet "eine angemessene Ausstattung" des Gymnasiums am Fahltskamp. Priorität müsse die Erweiterung um 14 Klassen- und fünf Nebenräume haben. Zudem biete das Lehrerzimmer derzeit keine angemessenen Arbeitsbedingungen. An zweiter Stelle steht für die Eltern der Bau einer neuen Sporthalle mit drei Feldern. Der sei unumgänglich, damit "wenigstens annähernd wieder laut Stundenplan vorgesehener Sportunterricht" angeboten werden könne. Weitere Baustellen: die notwendige Renovierung von Fachräumen sowie die Einrichtung einer Mensa.
Die Mitglieder des Schulausschusses diskutierten am Donnerstag darüber, welche Projekte bei Kreis und Land angemeldet werden sollen. Die Entscheidung wurde wegen zu vieler Unklarheiten vertagt. Grundsätzlich dürfte es schwierig werden, Geld für Neu- oder Anbauten zu bekommen: Sanierungen haben Vorrang.
Für Montag ist ein Treffen von Politik, Verwaltung und Vertretern des Gymnasiums geplant. Nach Informationen unserer Zeitung wird eine vom Bildungsministerium zunächst abgebügelte Idee wieder heiß diskutiert: die Einrichtung einer Zweigstelle des Brahms-Gymnasiums im Schulzentrum Egenbüttel. Hintergrund: Viele Jungen und Mädchen aus der Nachbargemeinde besuchen die Schule am Fahltskamp.
von Andreas Daebeler 14.02.2009
Die Stadt Pinneberg will drei Projekte für eine Berücksichtigung im neuen Konjunkturprogramm des Bundes vorbereiten. Das hat der Schulausschuss der Ratsversammlung während seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Am stärksten würde die Johannes-Brahms-Schule von dem warmen Regen aus Berlin profitieren.
Ein Erweiterungsbau und eine neue Sporthalle für das Brahms-Gymnasium erhoffen sich auch zahlreiche Eltern, die bei der Ausschuss-Sitzung das Publikum bildeten. Für den Erweiterungsbau soll der Raumbedarf noch ermittelt werden. Geschätzt wird er auf 14 bis 16 Räume.
Ein weiteres Projekt ist eine Gebäudesanierung der Grund- und Gemeinschaftsschule mit besonderem Schwerpunkt der besseren Energieausbeute. Alle drei Vorhaben müssen noch von der Ratsversammlung beschlossen werden und sollen dann gleichberechtigt zum Konjunkturprogramm angemeldet werden.
Pinneberger Zeitung mg
erschienen am 14. Februar 2009