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Informationen für künftige Studenten gibt es am Mittwoch, 6. Juni, von 16 Uhr an im Forum des Pinneberger Johannes-Brahms-Gymnasiums, Fahltskamp 36.
Unter dem Motto "Studium ante portas" werden während der gemeinsamen Veranstaltung der Agentur für Arbeit, der Universität Hamburg und der Hochschule für angewandte Wissenschaften das Quoten- und Auswahlverfahren sowie der Stand der Umstellung der Studiengänge auf neue Bachelor- und Masterstrukturen erläutert. Die Experten informieren auch über die Zulassungs- und Auswahlverfahren an der Hamburger Fachhochschule.
Hans-Peter Peise, Berater für akademische Berufe in der Agentur für Arbeit, moderiert den Informationsnachmittag in Pinneberg. Er weist darauf hin, dass sich in jüngster Zeit diverse Änderungen in der Hochschullandschaft ergeben hätten, so dass der Wissensstand von vor zwei Jahren nicht mehr aktuell sei. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
bumIm Gymnasium ist kein Platz frei. 59 von 179 angemeldeten Schülern erhielten einen Ablehnungsbescheid. Kriterium für die Abweisung war allein der Wohnort.
Von Claudia Eicke-DiekmannPinneberg
Toms Traum ist ausgeträumt. Am Freitag erhielt der zehn Jahre alte Schüler eine schlechte Nachricht: Er darf nach den Sommerferien nicht die Johannes-Brahms-Schule (JBS) besuchen. Das Pinneberger Gymnasium platzt nämlich seit Jahren aus allen Nähten. In diesem Jahr hat sich die Situation so zugespitzt, dass erstmals in der Geschichte der Schule Kinder nicht aufgenommen werden konnten. 59 von 179 angemeldeten Schülern erhielten einen Ablehnungsbescheid. Die Entscheidung, wer im kommenden Schuljahr in die fünften Klassen der JBS aufgenommen wird, traf die Stadt Pinneberg als Schulträger und die Schulaufsicht des Kieler Bildungsministeriums. Tom Drückler aus Rellingen ist nicht dabei.
Dennoch: Die Johannes-Brahms-Schule ist nach wie vor sein absolutes Wunschgymnasium: "Wegen der Musikklasse", sagt Tom. Er liebt Musik, spielt Gitarre und will demnächst auch Schlagzeug lernen. Er möchte in der JBS Big Band spielen und im Schulchor mitsingen. "Auch wegen des kurzen Schulwegs", sagt Mutter Ramona Drückler. Die Familie wohnt im Jebbenberg in Rellingen. Und das ist das Problem! Wie Tom geht es in diesem Jahr allen Egenbütteler und fast allen Rellinger Kindern, die sich an der JBS beworben hatten. Sie sind ans Halstenbeker Wolfgang-Borchert-Gymnasium verwiesen worden. Innerhalb Pinnebergs wurden alle Brahms-Bewerbungen westlich der Bahnlinie an die Theodor-Heuss-Schule in Thesdorf umgeleitet, ebenso alle Appener Jungen und Mädchen. Selbst für Kinder, die sich für den Musikzweig beworben hatten, gab es kein Pardon. Kriterium für die Ablehnung war allein der Wohnort. Einzige Ausnahme: Kinder, deren Geschwister bereits die Johannes-Brahms-Schule besuchen, dürfen im kommenden Schuljahr das Gymnasium am Fahltskamp besuchen. "Wir sind tieftraurig über diese Entwicklung", sagt Gerd Fröhlich vom Schulelternbeirat der Johannes-Brahms-Schule. "Das tut uns für die Familien sehr leid!"
erschienen am 8. Mai 2007 Hamburger AbendblattDie JBS wird zur Zeit von 1139 Schülern besucht, obwohl sie nur für 700 Schüler gebaut wurde. Das ist aber nicht plötzlich passiert, sondern war seit langem vorhersehbar. Eine unabhängige Untersuchung hat schon vor Jahren einen zusätzlichen Bedarf von 32 Räumen an der JBS ermittelt. "Die sind auch genehmigt worden", sagt Schulleiterin Ortrud Bruhn. Aber wegen knapper Finanzen habe die Stadt damals nur acht zusätzlichen Räumen zugestimmt. "Wir weisen den Schulausschuss und die Verwaltung seitdem ständig auf unsere Raumnot hin", so Bruhn.
"Die Aufnahmekapazitäten der Brahms-Schule sind erschöpft!", sagt die Pinneberger Schulamtsleiterin Traudchen Perrefort, sieht aber in dem diesjährigen JBS-Aufnahmeverfahren ediglich eine Momentaufnahme. "Wir wissen nicht, welche Schulen demnächst in Regional- oder Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden und können nicht sagen, welche Schulform Eltern künftig für ihre Kinder wählen. Vieles hängt von der Schulentwicklungsplanung des Kreises Pinneberg ab", sagt Perrefort.
Der JBS-Schulelternbeirat ist dagegen ganz anderer Auffassung. "Wir glauben, dass gerade durch die Schulgesetzreform die Gymnasien noch viel attraktiver werden", sagt Gerd Fröhlich. Im Gegensatz zum Schulträger hat der Schulelternbeirat der JBS kurzfristig einen Vorschlag zur Lösung des aktuellen Schulproblems erarbeitet: Mit den jährlichen Schulgeldern, die auswärtige Gemeinden für ihre Schüler zahlen, könnte ein neuer Container für vier Klassenräume für ein Jahr gemietet werden. Es würde daneben sogar noch etwas Geld für die Schule übrig bleiben. Dieser Vorschlag ist der Verwaltung laut Schulelternbeirat bereits gemacht worden. Er sei jedoch kategorisch abgewiesen worden. Die Eltern der abgewiesenen Schüler haben nun die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Entscheidung bei der Schulaufsicht einzulegen. Für Toms Mutter Ramona Drückler steht bereits fest: "Wir werden das auf jeden Fall machen, denn wir wollen alles tun, um unserem Sohn seinen Wunschtraum von der Johannes-Brahms-Schule zu erfüllen!"
cedZwei Sendungen sind gelaufen. Ab sofort schalten alle, die News aus der Kreisstadt hören wollen, einmal wöchentlich ihr Radio ein. Und zwar dienstags um 15 Uhr.
Medien-Projekt.
Jetzt geben die Jung-Journalisten Vollgas. Nach zwei Premieren vor Osternstartet "Radio Pinneberg" heute in den regulären Betrieb. Ab sofort hat das Medien-Projekt einen festen Platz in der Hörfunk-Landschaft. Dienstags von 15 bis 16 Uhr können Kreisstädter Nachrichten und Reportagen hören - produziert von mittlerweile mehr als 30 beteiligten Jungen und Mädchen.
Wer heute einschaltet, erfährt, was aus den Vorsätzen der Pinneberger fürs Jahr 2007 geworden ist. Zudem gibt’s ein Porträt der am Projekt beteiligten Brahms-Schule zu hören. Infos zur aktuellen Sendung können sich Interessierte aus dem Internet (www.radiopinneberg.de) "ziehen". Dort werden auch bereits gelaufene Beiträge angeboten. Hörer haben Gelegenheit, mit der Redaktion zu diskutieren und Anregungen für weitere Sendungen zu liefern.
Gesendet wird aus den Räumen des Jugendzentrums im Geschwister-Scholl-Haus. Zu hören sind die Beiträge auf der UKW-Frequenz 96,0 (Kabel: 95,45). Der Hamburger Bürger- und Ausbildungskanal Tide strahlt die Produktionen der Nachwuchs-Reporter in Hamburg und dem Umland der Hansestadt aus. Das benötigte mobile Studio wurde vom Offenen Kanal in Kiel zur Verfügung gestellt. Mit Sebastian Marcks, der mittlerweile an der Brahms-Schule als Referendar tätig ist, betreut ein Hörfunk-Profi das Projekt. Er wird vom Jugendzentrums-Mitarbeiter Stefan Doose und Marco Schnitter unterstützt.
Im Januar war das vom Landtagsabgeordneten Bernd Schröder angeschobene Medien-Projekt vorgestellt worden. Es folgten Workshops, die "von den Kindern und Jugendlichen begeistert aufgenommen wurden", so Marcks.
Auch am Brahms-Gymnasium stehen Audio-Schnittplätze zur Verfügung. Die Beteiligten opfern viel Freizeit. Wie beim professionellen Radio gibt’s regelmäßig Konferenzen: Derzeit treffen sich Redaktionsmitglieder an drei Tagen in der Woche, um die Sendezeit zu füllen.
Pinneberger Tageblatt 24.04.2007 von Andreas DaebelerChristopher Jenss gewann den Wettbewerb "National Geographic Deutschland" an seiner Schule, dem Johannes-Brahms-Gymnasium. Als Schulsieger hat der 16-Jährige sich damit für den Landesentscheid in Schleswig-Holstein qualifiziert. Hält Jenss bis Mitte März dem Vergleich stand und erringt den Landessieg, darf er sich am 4. Mai mit den Siegern der anderen Bundesländer messen. (f rh)
Pinneberger Tageblatt 01.03.2007ELTERN: Engagiert in Cafeteria und Matheprojekten / Förderverein stopft Finanzlöcher
Eltern und Förderverein tragen ganz erheblich zu einem lernfreundlichen Schulklima am Brahms-Gymnasium bei. "Wir unterstützen alles, was das Leben in der Schule bereichert", sagt Joseph Agius, Vorsitzender des" Vereins der Freunde" der JBS. Ob Probewochenenden von Big Band und Chören, Musikveranstaltungen, Reparaturen oder neue Computer: Oft hilft eine Finanzspritze des Fördervereins, wenn die Mittel der Stadt erschöpft sind. Viele Eltern sind zahlende Mitglieder im gemeinnützigen Förderverein. Aber ihr Engagement geht weiter: Sie betreiben vormittags die Cafeteria mit frischen Brötchen, Obst und Getränken. Sie organisieren die "Lange Nacht der Mathematik", an der im vergangenen Herbst rund 200 Schüler teilgenommen haben. Sie mischen mit in Arbeitsgemeinschatten, engagieren sich in den schulpolitischen Gremien. "An der Brahms-Schule ste-hen die Eltern nicht außen vor, im Gegenteil: Unsere Mitarbeit ist sehr erwünscht", so Elternbeirats-Chefin Anne Langhein. Der Kontakt zur Schulleitung sei eng. "Schüler, Eltern und Lehrer ziehen hier an einem Strang." (paw)
Pinneberger Tageblatt 23.02.2007An der Johannes-Brahms- Schule (JBS) ist unter der Ägide von Direktorin Ortrud Bruhn viel in Bewegung gekommen: das neue Radio-Projekt, eine Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) etwa. Hochbegabten bietet die Stützpunktschule Kurse in Astrono-mie und Physik an. Seit 2004 ist die JBS eine Offene Ganztagsschule. Eher unfreiwillig ist allerdings die Bewegung der 1139 Gymnasiasten kreuz und quer durch die Kreisstadt auf dem Weg zum Sportunterricht: "Wir sind Reisende in Sachen Sport", so Bruhn sarkastisch. Denn der 1961 nach jahrelangem Tauziehen um die Finanzierung eingeweihten Schule fehlt eine angemessene Sporthalle. (paw)
Pinneberger Tageblatt 23.02.2007"Wir wollen den Schülern das Leben an der Johannes-Brahms-Schule möglichst ver-süßen und natürlich als ihr Sprachrohr fungieren." So umreißt Schülersprecher Moritz Seilhorn das Ziel der Schülervertretung (SV). Das Team hat viele erfolgreiche Projekte aufzuweisen: So besuchte fast die komplette Unterstufe die zweite Halloween-Party im November. Die Übertragung des Eröffnungsspiel der Fußball-WM via Großbildleinwand, traf auf ein gewaltiges Echo. Planungen für einen Blue-Devils-Day im Sommer laufen. Und es gibt ab April 2007 wieder eine Golf-AG. Die SV bewegte den Deutschen Golf-verband sogar dazu, einen Trainer zu finanzieren. Nur mit einem Projekt gibt's Probleme: dem Schulforum im Internet. Aus rechtlichen Gründen ist es geschlossen. "Wir wollen es aber auf jeden Fall wieder öffnen", so Seilhorn. "Wir arbeiten an mehr Schutz vor Spam-Mails." (paw)
Pinneberger Tageblatt 23.02.2007Einer breiten Öffentlichkeit ist das Johannes-Brahms-Gymnasium vor allem als Musikschule bekannt. Doch es bietet gerade auch auf mathematisch-naturwissenschaftlichem Gebiet eine Menge. Nicht zuletzt durch die noch junge Zusammenarbeit mit der TU Harburg.
Einmal noch Gas geben, forsch mit der "Schnarre" hupen dann bringt Maximilian Bachler (15) das Mofa zum Stehen. Helm und Zweirad wechseln den Besitzer. Kim Zeppenfeld (14) startet knatternd in den Parcours mit Plastickhütchen in neongelb und knallorange auf dem Schulhof. "Mofaführerschein" heißt die AG, zu der an diesem trüben Nachmittag 13 Jugendliche eingefunden haben. In 18 Doppelstunden trainiert Lehrer Helmut Mühlbach, an der JBS Beauftragter für Verkehrserziehung und entsprechend fortgebildet, die 14- und 15-Jährigen in Vorfahrtsregeln und Geschicklichkeit. 15 Euro kos-tet der Spaß für Benzin und kleinere Reparaturen. Die Fahranfänger teilen sich zwei schuleigene Mofas und den Roller aus Mühlbachs Privatbesitz. "Ich mache das, um selbstständiger zu sein", sagt Clara Oldenburg (15). "Dann muss ich nicht mehr mit dem Bus zum Reiterhof fahren." Die AG Mofa-Führerschein gibt es seit 2004. Sie ist eine von fast 30 Arbeitsgemeinschaften (AGs) an derJBS: Von Büchereiwesen bis Theater, vom Mathezirkel bis Politik. "Die AGs sind ein wichtiger Teil der Offenen Ganztagsschule", erläutert Direktorin Ortrud Bruhn. über dieses Mittel ließen sich Anregungen geben, gezielter fördern, Kompetenzen über den Unterricht hinaus vermittelt werden. "Dabei kommen wir an die Kinder auch mal ganz anders ran als während des Unterrichts." Den weitaus größten Anteil haben die Musik-Angebote mit dem inoffiziellen "Flaggschiff" Big Band, Chören und Orchestergruppen. Kein wun-der bei einer Schule, die 1992 als erste im Kreis einen Musikzweig einführte. "Unser Musikangebot hat zwar die größte Außenwirkung, aber wir sind gerade auch im mathematisch- naturwissenschaftlichen Bereich gut aufgestellt", sagt Bruhn. Sie verweist auf die Hochbegabtenförderung, die Lange Nacht der Mathematik und vor allem: die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) seit Januar 2006. Vorteil für die Brahms-Schüler: Sie können die TU-Labore nut-zen, an Veranstaltungen teil-nehmen, finden Ansprechpartner, gewinnen eine konkrete Vorstellung von einem Technikstudium. "An vielen Schulen fehlt eine Vorstellung von Technik in den Köpfen der Kinder und Jugendlichen. Wir sehen eine unserer Aufgaben darin, den Nachwuchs für technische Zusammenhänge zu begeistern und Verständnis dafür zu wecken", so Bruhn. Auch Berufsorientierung wird an der JBS groß geschrieben: Ab Klasse acht stellt sich jeder Jugendliche einen "Berufspass" zusammen, in dem etwa Praktika und soziales Engagement aufgelistet werden. Die Schüler lernen, Bewerbungen zu formulieren, besuchen Info-Abende und absolvieren Wirtschaftspraktika. "Unsere Absolventen sollen einen beruflichen Weg vor sich sehen, das ist unser Ziel", sagt Bruhn. Und insgesamt? "Wir wollen eine möglichst umfassende Ausbildung durch hoch qualifizierten Fachunterricht erreichen. Wir wollen die Leistungsbereitschaft der Schüler fördern und ihnen Spaß an der eigenen Leistung vermitteln. Sie sollen lernen, sich und andere zu akzeptieren."
von EIKE PAWELKO Pinneberger Tageblatt 23.02.2007MEDIENTRAINING: Zehntklässlerinnen lernen Radio zu machen / Als "Lotsen" später jüngere anleiten.
Medien besser verstehen und gestalten, das sollen Schüler bei "Radio Pinneberg", einem landesweit einzigartigen Projekt, lernen. Fit in Studiotechnik und Gruppendynamik geben die Medienlotsen ihr Wissen an jüngere Schüler weiter. Das Mikro im Anschlag, die Kopfhörer lässig hinters Ohr geklemmt: Rein optisch wir-ken die elf angehenden Schülermedienlotsinnen (SML) der ]BS fast wie Radio-Profis. Dabei treffen sie sich an diesem Februarnachmittag zum ers-ten Mal. Von Sebastian Marcks, als Radiomann ein alter Hase, als Referendar Neuling an der ]BS, wollen sie - grob gesagt -zwei Dinge lernen: Wie macht man Radio?
Und: Wie leitet man Gruppen an? Denn die in ganz Schleswig-Holstein einzigartige und erst imJanuar gestartete SML-Ausbildung will nicht nur in teressierten Schülern Grundla-gen des Hörfunkjournalismus vermitteln, sondern sie gleichzeitig zu Multiplikatoren machen. Die ausgebildeten Medienlotsen geben ihr Wissen anchließend in Medien AGs an jüngere Schüler weiter. Das soll Spaß machen und die Jugendlichen gleichzeitig in einem verantwortungsvollen Umgang mit Medien schulen. Erklärtes Fernziel: Mehrere Pinneberger Schulen senden gemeinsam regelmäßig aus dem GSH-Studio auf dem offenen Hamburger Kanal TIDE 96,0. An den Sendungen von "Radio Pinneberg" dürfen Jugendliche aller städtischen Schulen teilnehmen, produziert wird im GSH. Die SML-Ausbildung ist allerdings den Brahms-Gymnasiasten vorbehalten. Für das ehrgeizige Projekt kooperieren der Offene Kanal Schleswig-Holstein und TIDE. Die Partner stellen sowohl das mobile Sendestudio (Dauerleihgabe) als auch die Sendezeit zur Verfügung. "Ich finde Radio insgesamt sehr interessant und möchte etwas dazulernen", begründet Jessica Fleeth (15) ihre Teilnahme am Kurs "Außerdem kommt eine Zusatzausbildung immer gut an, wenn ich mich später mal bewerbe." Gina Behrend (16) liebäugelt auch beruflich mit dem Radio. Und Anne Wiesner (15) inter essiert sich für die technische Seite des Hörfunks: digitales schneiden und abmischen zum Beispiel. Die Pilotsendung soll am 27. März live über den Sender ge-hen. Jetzt büffeln die Mädchen aber erstmal Theorie: Radiotechnik, Gruppendynamik, Rechtsgrundlagen. (paw)
Pinneberger Tageblatt 23.02.2007Seit dem 23. Januar hat „Radio Pinneberg“ die Arbeit aufgenommen. Mehr als 50 Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren haben mit großer Begeisterung an den ersten Schnupper-Workshops teilgenommen, darunter mehr als 30 Schüler der Johannes-Brahms-Schule.
Radio Pinneberg ist eine länderübergreifende Kooperation des Offenen Kanals Schleswig-Holstein mit TIDE 96.0 in Hamburg. Der OKSH stellt das mobile Sendestudio als Dauerleihgabe zur Verfügung und hilft mit Dozenten, Equipment und Knowhow; auf TIDE 96.0 wird das Programm von Radio Pinneberg ausgestrahlt. Für die notwendigen Kontakte sorgte der Pinneberger SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Schröder.
Das Sendestudio und Audioschnittplätze von Radio Pinneberg befinden sich im Jugendzentrum Geschwister-Scholl Haus. Weitere Arbeitsplätze sind in der Johannes-Brahms-Schule geplant, die neben dem GSH die zweite wichtige Säule des Projektes bildet. Verantwortlich für die Schulung der jungen Radiomacher in Pinneberg ist Projektkoordinator Sebastian Marcks, der über langjährige Hörfunkerfahrung bei R.SH und delta radio verfügt und für den Offenen Kanal seit 2003 regelmäßig Schülerradioprojekte organisiert und durchgeführt hat. Ab 1. Februar ist er zudem Studienreferendar an der Johannes-Brahms-Schule und wird Radioarbeit auch in seinen Unterricht integrieren.
Ab Februar treffen sich zwei feste Redaktionsgruppen einmal wöchentlich, um das notwendige Handwerkszeug zu erlernen und gleichzeitig die erste Sendung vorzubereiten. Die Dienstagsgruppe ist für JBS-Schüler vorgesehen und wird von Herrn Marcks betreut. Die Donnerstagsgruppe ist für alle anderen Schüler vorgesehen und wird von Stefan Doose und Marco Schnitter betreut. JBS-Schüler, die Dienstags keine Zeit haben, können sich auch der Donnerstagsgruppe anschließen.
Termine:
Dienstag 13.2., 20.2., 6.3., 13.3., 27.3., jeweils 14-17 Uhr
Donnerstags 8.2., 22.2., 8.3., 15.3., 29.3., jeweils 16-19 Uhr
Die ersten Livesendungen sind am 27. und am 29. März geplant.
Sebastian MarcksStarkoch fragt: "Wie kann man eine kleine Cafeteria so organisieren, dass sich die Schüler hochwertiger ernähren?"
Von Claudia Eicke-Diekmann
Pinneberg
Als die ersten Schüler um 7.45 Uhr die Cafeteria der Johannes-Brahms-Schule
betreten, stöhnt Tim Mälzer: "Das ist doch noch viel zu früh für mich!" Eine
halbe Stunde später hat Deutschlands TV-Koch Nummer 1 sein Morgentief
überwunden und verteilt noch vor Beginn des einwöchigen Kochprojektes an
seiner ehemaligen Schule gute Tipps an die Zuhörer: "Setzt Euch ruhig in die
erste Reihe. Da kriegt man viel weniger Beachtung vom Lehrer als in der
letzten Reihe! Ich muss es wissen, ich bin schließlich bekannt für meine
herausragenden Leistungen an dieser Schule!", sagt er und grinst.
Ein paar Lehrer sind ebenfalls anwesend, und sie werden sich den Rat ebenso
merken wie die 35 Neuntklässler des Gymnasiums am Fahltskamp. Auf ihrem
Stundenplan steht heute und die kommenden vier Tage "Kochen mit Tim Mälzer".
Die Idee, den Promi-Koch zurück an seine Schule zu holen, stammt von Ingeborg Triskatis: "Während des Umbaus unserer Cafeteria habe ich Tim Mälzer kennengelernt und ihn gebeten, mal für uns zu kochen", erzählt die ehemalige Elternbeiratsvorsitzende. Tim Mälzer sagte zu. Kochen allein war ihm allerdings nicht genug. "Es soll was dabei rumkommen!", sagte der Starkoch und widmet sich seit gestern gemeinsam mit Tom Roßner, Küchenchef im Mälzer-Restaurant "Das weisse Haus", und den Schülern der Frage: "Wie kann man eine kleine Cafeteria so organisieren, dass sich die Schüler hochwertiger ernähren?"
Wo es für gewöhnlich von Müttern liebevoll geschmierte und belegte Brötchen, Joghurt und Getränke gibt, sollen in dieser Woche auch frisches Bircher-Müsli, aufwendig belegte Brote, knackige Salate, selbst gemachte Döner und sogar ein Eintopfgericht angeboten werden - zubereitet von Schülern unter Tims und Toms Anleitungen.
Kochen ist Arbeit: Abwiegen, messen, auffüllen, umrühren, schälen. "Wir gehen da flexibel ran", sagt der Küchenchef. Und falls mal was schief geht - keine Panik: "Ich habe auch immer erst eine Idee, stelle mich hin und fange an. Am Ende wird alles ganz anders, als ich es mir gedacht habe." Tim hat Sandwich mit Mango Chutney auf den Speiseplan gesetzt. Timo Gomolka (14) und Frauke Langhein(14) lernen schnippeln, zerkleinern das Fruchtfleisch in winzige Stückchen. Nach einer Stunde muss Timo aufhören. Er hat sich in den Finger geschnippelt, Frauke gibt angesichts zehn weiterer Mangos ein leises "Puh" von sich.
Eine der ersten Testesserinnen ist Ortrud Bruhn: "Eigentlich mag ich keine Haferflocken", meint die Schulleiterin und löffelt den Becher leer. "Aber in dem Bircher-Müsli schmecken sie sehr gut!" Wie die Mälzer-Kost bei den Schülern ankommt, werden die nächsten Tage zeigen. Bis Freitag können die Schüler in ihrem Brahms Café vollwertig und vielseitig schlemmen. Sie werden es ausnutzen, denn wenn sie wieder einmal die Mälzer-Küche genießen wollen, müssen sie Wochen vorher im "Weissen Haus" einen Tisch bestellen und vor allem viel Geld fürs Essen bezahlen.
Hamburger Abendblatt 16. Januar 2007Mälzer macht's mit eigenen Messern - der "Küchenbulle" brachte seine Klingen mit: "Da sind wir Köche halt eigen."
Pinneberg
Nanu, das ist doch... Richtig: Tim Mälzer. Leicht gebeugt, das Messer in der
Hand, schnippelt der Star-Koch Gemüse und zwar in der Cafeteria seiner alten
Schule. 1990 hatte der Pinneberger am Brahms-Gymnasium das Abi gebaut.
Gestern die Rückkehr. Seine Mission: Leckereien für die Pause zaubern.
Unterstützung gab's von den Schülern der neunten Klassen. Sie lauschten
aufmerksam den Anweisungen des Fachmanns, rührten und würzten dann selbst.
Mälzer: "Wir lassen sie einfach machen."
Wir, das sind Mälzer und sein Kollege Tom Rosner. Das Motto ihrer Aktions-Woche am Gymnasium lautet: "Kochen mit Tim und Tom." Die beiden Könner setzen auf "abwechslungsreiche Küche". Es gehe nicht zuletzt darum, den Schülern zu zeigen, wie sie günstig leckere Kleinigkeiten kreieren können, die den Döner-Verkäufer um die Ecke erblassen lassen. Es soll schließlich auch für den weiteren Betrieb der Cafeteria etwas hängen bleiben. Und wie ist es so, wieder zur Schule zu gehen? "Puh, ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal so früh aufgestanden bin", entgegnet Mälzer. Um 8 Uhr war er mit Sack und Pack "angetanzt" - die eigenen Messer am Mann: "Da sind wir Köche halt eigen."
Allzu oft kommt der Wahl-Hamburger, der in der Nähe der Uni wohnt, nicht mehr nach Pinneberg - Tour, Fernsehshow und Bücher lassen kaum Zeit für Abstecher. Die Großeltern des "Küchenbullen" wohnen jedoch noch im Kreis.
Die Neuntklässler des Brahms-Gymnasiums hatten gestern sichtlich Spaß mit dem unkomplizierten Mälzer. "Probier mal", empfahl der etwa einem seiner Schützlinge - und schob ihm Estragon in den Mund. "Ja, das kann man tatsächlich essen." (and)
von Andreas Daebeler Pinnberger-Tageblatt 16.01.2007Tim Mälzer plant für Anfang diesen Jahres eine Projektwoche in der Johannes-Brahms-Schule
Pinneberg
An einem Vormittag im November fanden sich Damen und Herren
an einem Tisch in der Cafeteria der Johannes Brahms Schule zusammen.
Unter ihnen Schulleiterin Ortrod Bruhn, Eltemvertreterinnen und vor
allen Dingen Stargast Tun Mälzer. Er sah gar nicht so aus, wie man
ihn aus "Schmeckt nicht, gibt's nicht" kennt.
Kein fast kahl geschorener Kopf und auch kein Dauer-Gute-Laune-Grinsen.
Stattdessen dunkler wuscheliger Haarschopf, Drei-Ta-ge-Bart und eine
eher ernsthafte Miene. Kein munteres Schnell-Geplauder über Rezepte.
Stattdessen ruhige, Überdachte Sätze zum Thema Pausensnacks und mehr.
Es ist Pause zwischen der dritten und vierten Stunde.
Einige Jungs schlendern in die Cafeteria. Ein kurzer Blick auf die Runde,
dann wecken die Damen hinter der Theke das größere Interesse. Kein
Getuschel: "Sieh mal, wer da sitzt!" Nichts. Stattdessen ein kurzer Biss in
den Müsli-Riegel, und die Schritte richten sich leicht schleppend in
Richtung Klassenzimmer. WIE BITTE ?? Kein Aufschrei ? Kein
Autograrnmwunsch??.
Das allerdings ändert sich einige Minuten später. Nach dem Interview mit dem ehemaligen Brahms-Schüler Tim Mälzer, als es zu einer weiteren Besprechung mit der Schulleiterin über den Flur wieder in Richtung Cafeteria geht, entdecken ihn einige junge Mädchen. Und aus ist's mit dem Weiterkommen. Unter Freudenausrufen, großem Gekicher und hastigem Zettelausreißen stürzen sich die jungen Mädchen auf ihn. "Ein Autogramm bitte!!!!" Tim Mälzer ziert sich nicht lange. Mit stoischer Ruhe werden fast alle Zettelchen unterschrieben. In der Cafeteria geht's weiter. Auch die jüngeren Mädchen und Jungs (!!) haben ihn inzwischen entdeckt. Die verzweifelte Suche nach Kugelschreibern mischt sich mit dem heimlichen Aufklappen der Handys. Fotos werden gemacht und gleich mit großem Stolz herumgezeigt. "Hier! Sieh mal!!" Wow - ein Leuchten in den Gesichtern. "Meinst du, ich kann auch. ..?" "Klar! Renn hin!" Und so ist Tim Mälzer für eine Weile ausgeschieden aus dem Gespräch, für das er eigentlich nach Pinneberg gekommen ist. Es geht um eine Projektwoche, die im Januar 2007 an der Johannes-Brahms Schule gestartet werden soll. Dafür will Tim Mälzer nach Pinneberg kommen und vor Ort kochen und zubereiten, was Schülerinnen und Schülern schmecken könnte und was darüber hinaus Qualität hat, nicht nur schnell konsumierbar ist. Doch bevor so eine wunderbare Idee in die Tat umgesetzt werden kann, gilt es einige Hürden zu überspringen, zu überlegen, was realisierbar ist und wen es nachhaltig interessieren könnte. Die 9. Klassen könnten es sein, meint die Schulleiterin. Die haben schon nachmittags Unterricht und könnten für eine solche Projektwoche aus dem normalen Schulbetrieb raus gezogen werden. Vor allen Dingen haben diese Schülerinnen und Schüler auch noch einige Jahre an der Schule vor sich, in denen auch noch umgesetzt werden kann, was sie bei Tim Mälzer gelernt haben. "Es muss schon was dabei rauskommen", meint Tim Mälzer deutlich. Die Begeisterung für ein solches Projekt ist groß auf beiden Seiten. Aber wie ist diese Idee überhaupt entstanden? Vor etwa zwei Jahren marschierte ein TV-Team an diesem Gymnasium auf, um Stationen aus dem Leben des Starkochs festzuhalten. Eine Station war auch die JBS, an der er 1990 Abitur machte.
STATT gespräch Jannuar 2007 Nr. 1 8. JahrgangMedienkompetenz.
Gut möglich, dass die Stadtväter es demnächst aus dem Radio erfahren, wenn an der Heuss-Schule mal wieder die Heizungsanlage ausgefallen ist. "Radio Pinneberg" geht Ostern auf Sendung. Einmal wöchentlich können Kreisstädter auf der vom Hamburger Bürgerkanal "Tíde" bereitgestellten Frequenz 96,0 dann eine Stunde den Nachrichten, Reportagen und Porträts aus der Region lauschen.
Triebfeder des Projekts war und ist der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Schröder. Er brachte "Tide"-Geschäftsführer Carsten Meincke und dessen Kollegen vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein, Peter Willers, an einen Tisch. Auch Pinnebergs Jugendzentrum sowie das Brahms-Gymnasium zogen sofort mit. Schröder: "Es geht darum, Medienkompetenz bei jungen Menschen zu stärken."
Schülerdemo vor der Drostei, Rockfestival im Scholl-Haus oder neues vom Jugendbeirat - die Themen werden streng lokal gewählt. "Radio Pinneberg" sendet zunächst aus dem Geschwister-Scholl-Haus. Dort steht seit gestern das vom Offenen Kanal gestellte Mini-Studio, von Willers auch liebevoll "Radio-Kiste" genannt. Bürgermeister Horst-Werner Nitt machte sich gemeinsam mit seiner Kulturamtschefin Traudchen Perrefort ein Bild, begab sich danach an die Regler: "Das ist eine große Chance für unsere Stadt", zeigte er sich begeistert. Nervige Werbespots wird’s bei "Radio Pinneberg" übrigens nicht zu hören geben. Die sind auf der "Tide"-Frequenz ausgeschlossen. Schröder äußerte sich gestern zu den Zielen des Projekts: "Die Vermittlung von Medienkompetenz wird immer wichtiger. Junge Menschen suchen sich Themen, setzen sich mit Problemen auseinander - eine Form von politischer Bildung." Ortrud Bruhn, Rektorin des Brahms-Gymnasiums: "Wir werden das Radiomachen in unseren Unterricht integrieren." Mit Sebastian Marcks hat Frau Bruhn einen Referendar an ihrer Schule, der bereits für "Delta Radio" und "RSH" moderierte. Er wird den Jungen und Mädchen das nötige Hintergrundwissen vermitteln und wertvolle - auch redaktionelle - Tipps geben. "Ein prima Angebot, das die vielfältigen Möglichkeiten in unserem Haus optimal ergänzt", meint Stefan Doose, der im Pinneberger Jugendzentrum arbeitet. Hans-Dieter Trunk, der das Geschwister-Scholl-Haus leitet: "Unsere Mitarbeiter waren sofort begeistert." Auch dem Pinneberger Jugendbeirat, der demnächst sein Büro an der Bahnhofstraße bezieht, böten sich Chancen, seine Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
von Andreas Daebeler Pinneberger Tageblatt 11.01.2007